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Verantwortung übernehmen statt Verantwortlichkeiten erfüllen

Verantwortung ist etwas was man sich selbst nimmt, weil man etwas erreichen möchte.

Verantwortlichkeit bekommt man zumeist übertragen und muss etwas tun von dem man nicht immer überzeugt ist, dass es das richtige ist – aber man wird eben „verantwortlich gemacht“.

Wenn die Einstellung (Ziel) und die Fähigkeiten (Mastery) nur unzureichend mit den übertragenen Aufgaben zusammenpassen wird das Ergebnis darunter leiden. In einer Umgebung, die jemanden dafür bestraft, dass man aus Überzeugung Verantwortung übernimmt und proaktiv denkt, Aufgaben übernimmt und Entscheidungen trifft, zahlt sich Verantwortung nicht aus. Wenn motivierte, fähige Menschen tun sollen was man Ihnen und Verantwortung unterdrückt wird, ziehen sich diese Menschen auf Ihre „Aufgaben“ zurück und leben Verantwortlichkeiten. Das Ergebnis der Arbeit wird das zeigen.
Die Illusion der Strukturierung von Zuständigkeiten sollte nicht mit Führung verwechselt werden. Eine RACI Matrix über 3 Seiten wird die Übernahme von Verantwortung nicht begünstigen. Die Matrix wird genutzt werden, um zu beweisen, dass man selbst „nicht schuld“ war – weil man ja nicht zuständig war.
Verantwortung kommt aus der Motivation für ein Ergebnis, braucht Raum und Support. Diese Einstellung ermöglicht exzellente Ergebnisse und ist gute Führung.

Siehe dazu auch „The Responsibility Process” von Christopher Avery.

In Kategorie: Blog

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