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Money for Nothing

Es gibt einen Punkt im Verlauf der agilen Produktentwicklung, an dem die Kosten der Iteration den geschaffenen Kunden-Nutzen übersteigen. Das ist der Fall, weil die Elemente nach Nutzen sortiert sind und an dem Punkt alle sehr werthaltigen Dinge schon umgesetzt sind. Das Team steigt dann in den „Long Tail“ der Produktentwicklung ein und realisiert Dinge mit weniger Nutzen.

Die wirtschaftliche Entscheidung des Auftraggebers an diesem Punkt sollte es sein, die Entwicklung dort zu beenden und die Ressourcen der Organisation für ein anderes Vorhaben mit höherem Nutzen einzusetzen. Dazu muss dieser Abbruch im Vertrag verankert sein. Wenn das Team zu großen Teilen extern besetzt ist, hat der Dienstleister jedoch wenig Interesse diesen Punkt schnell zu erreichen. Bei Abbruch der Entwicklung, der vor der vereinbarten Projektlaufzeit liegt, entsteht dem Dienstleister ein finanzieller Nachteil.

Money for Nothing: Zur Kompensation dieses Nachteils erhält der Auftragnehmer einen Teil des eingesparten Projektbudgets, ohne dafür Leistungen zu erbringen. Der Auftraggeber spart Geld für die Umsetzung von Funktionen mit wenig Nutzen. Die Laufzeit der Produktentwicklung wird kleiner und Kosten der eigenen Organisation sinken ebenfalls.

Der Dienstleister hat ein Interesse diesen Punkt sehr schnell zu erreichen, weil der dann größere verbleibende Anteil, ohne Leistung geteilt wird.

Diese Idee basiert auf mehreren Ansätzen, die gleichzeitig entwickelt wurden. Jeff Sutherland hat diesen Namen 2008 in einem Blog-Post so genutzt, dieser Begriff hat sich dann für diese Vertragsklausel durchgesetzt.

In Kategorie: Blog

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